Stützverbände

Ob Fissur, Fraktur oder Muskelfaserriss: Stützverbände sind bei vielen Verletzungen des Haltungs- und Bewegungsapparats ein wesentlicher Bestandteil der konservativen Therapie. Die stabilisierende Funktion, die gleichzeitig einen gewissen Mobilitätsspielraum lässt, wird von Orthopäden und Unfallchirurgen im Rahmen einer modernen Behandlung g ...
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Stützverbände

Ob Fissur, Fraktur oder Muskelfaserriss: Stützverbände sind bei vielen Verletzungen des Haltungs- und Bewegungsapparats ein wesentlicher Bestandteil der konservativen Therapie. Die stabilisierende Funktion, die gleichzeitig einen gewissen Mobilitätsspielraum lässt, wird von Orthopäden und Unfallchirurgen im Rahmen einer modernen Behandlung geschätzt. Bei HAJOVITAL erwartet Sie ein großes Angebot unterschiedlicher Stützverbände für alle Körperregionen und Einsatzzwecke.

Stützverbände: ein unerlässliches Hilfsmittel zur Stabilisierung des Haltungs- und Bewegungsapparats

Was ist ein Stützverband?

Als Stützverband werden Verbände klassifiziert, die Gelenke und weitere Teile des menschlichen Bewegungs- und Haltungsapparats stabilisieren, ohne diese dabei komplett zu immobilisieren. Stützverbände bestehen in der Regel aus einem elastischen Material – häufig kommen Glasfaser oder Polyester zum Einsatz. Ein Stützverband soll die Funktion der verbundenen Körperstelle in einem bestimmten Maß einschränken und ist mindestens in einer Dimension elastisch.

Wann wird ein Stützverband angelegt?

Es gibt 4 verschiedene Indikationen, die die Applikation eines Stützverbands nahelegen:

  1. Vollständige Kontinuitätstrennung von Weichteil- oder Knochenstrukturen, die ohne vollständige Ruhigstellung ausheilen.
  2. Inkomplette Kontinuitätstrennung von Weichteil- oder Knochenstrukturen, die lediglich vor extremen Bewegungen geschützt werden müssen, um auszuheilen.
  3. Primär verheilte Knochen- oder Weichteilverletzungen, die während der Rehabilitationsphase – im Rahmen der Belastungssteuerung – vor erneuter Traumatisierung geschützt werden müssen.
  4. Überbelastete Weichteilstrukturen – chronisch oder akut –, die als Symptom einer Dekompensation Schmerzreaktionen aufweisen.

Dadurch, dass bei einem Stützverband die Funktion teilweise erhalten bleibt, werden Immobilitätsschäden verhindert und der Rehabilitationsprozess wird beschleunigt. Bei kompletten Kontinuitätstrennungen bedarf es jedoch häufig einer vollständigen Fixierung der Bewegungseinheit.

Wann sollte kein Stützverband angelegt werden?

Zu den Kontraindikationen, die gegen die Applikation eines Stützverbands sprechen, zählen vor allem ausgedehnte und offene Verletzungen. Auch bei der Fixierung der meisten vollständigen Kontinuitätstrennungen ist ein Stützverband nicht die zu bevorzugende Wahl. Ausnahmen bilden lediglich Verletzungen von Weichteil- oder Knochenstrukturen, die ohne eine komplette Fixation ausheilen.

Welche Arten von Stützverbänden gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Stützverbänden, die anhand diverser Kriterien kategorisiert werden. Bei HAJOVITAL finden Sie unter anderem Polster- und Unterzugbinden sowie synthetische Stützverbände.

Stützverbände mit elastischen Binden werden vor allem zur Fixierung von Wundverbänden eingesetzt. Unzureichend geeignet ist diese Art des Verbands bei stärkeren Verletzungen, sowohl in seiner Stützfunktion als auch bei der Funktionseinschränkung. Elastische Binden werden deshalb bevorzugt bei der Schanz-Krawatte sowie dem Desault-Verband verwendet.

Stützverbände mit Schlauchbinden dienen der indirekten Stabilisierung – vor allem bei Frakturen und an den Gelenken der oberen Extremitäten. Sie kommen in erster Linie bei Rucksack-, Velpeau- und Gilchristverbänden zum Einsatz.

Die sogenannten funktionellen Verbände bestehen aus Pflasterbinden, die selektiv bestimmte Anteile eines verletzten Gelenks stützen. Durch diese – immer mehr an Bedeutung gewinnende Art des Stützverbands – wird eine funktionelle Belastung ermöglicht, ohne dass es zu extremen Bewegungen und einer damit verbundenen erneuten Traumatisierung kommen kann.

Wie lege ich einen Stützverband an?

Da viele unterschiedliche Arten und Techniken existieren, um einen Stützverband anzulegen, gibt es keine allgemeine Anleitung. Zudem hängt die Vorgehensweise davon ab, welcher Anwendungsfall vorliegt. Jedoch können Sie einige grundlegende Faktoren bei der Applikation beachten.

  1. Der Patient sollte eine entspannte Haltung Je nach Lokalisation der Verletzung kann die Applikation des Stützverbands im Stehen, Sitzen, Liegen oder in halbliegender Position erfolgen.
  2. In der Regel werden die Gelenke in ihrer mittleren Funktionsstellung – der sogenannten Anthrodesenstellung – stabilisiert.
  3. Welche Verbandstechnik gewählt wird, hängt von vielen Faktoren ab und kann nicht allgemein bestimmt werden
  4. Auch die Dauer der Applikation des Stützverbands variiert und ist unter anderem von der Schwere der Verletzung und dem individuellen Rehabilitationsfortschritt abhängig.

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