Hautdesinfektion

Braunoderm Hautdesinfektion 1000 ml

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11,14 EUR pro Liter

Braunoderm Hautdesinfektion 250 ml

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Braunoderm Hautdesinfektion 5 Liter

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Braunoderm Hautdesinfektion nachgefärbt 1000 ml

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Cutasept F Hautdesinfektion 1 Liter

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Cutasept F Hautdesinfektion 5 Liter

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7,81 EUR pro Liter




Hautdesinfektion

Die Hautdesinfektion wird durchgeführt, um einer Keimverschleppung bei Injektionen, Punktionen oder invasiven Eingriffen entgegenzuwirken. Durch das Auftragen von Hautdesinfektionsmittel wird die transiente und residente Hautflora reduziert bzw. beseitigt. Hierfür stehen spezielle Hautdesinfektionsmittel zur Verfügung, die entweder aufgesprüht oder mit sterilen Tupfern aufgebracht werden können.

Hautdesinfektionsmittel sind in der Regel farblos (z.B. Aseptoderm farblos). Es gibt allerdings auch gefärbte Desinfektionsmittel, die zur Hautdesinfektion und gleichzeitigen Markierung des Operationsfeldes vor operativen Eingriffen verwendet werden (z.b. Braunoderm).

Die meisten Hautdesinfektionsmittel sind alkoholbasiert, enthalten aber keine rückfettenden oder pflegenden Inhaltsstoffe. Dies ist meist auch nicht notwendig, da die Hautdesinfektion normalerweise nicht regelmäßig durchgeführt wird.
Um eine ausreichende Keimfreiheit zu erzielen, ist es wichtig, die Einwirkzeit des Hautdesinfektionsmittels genau zu beachten und die Haut während der gesamten Einwirkzeit feucht zu halten. Entscheidend für die erforderliche Einwirkzeit bei der Hautdesinfektion sind die Art des Eingriffes und die Talgdrüsendichte der betreffenden Körperregion. Die Talgdrüsenanzahl ist je nach Körpergebiet sehr unterschiedlich. Die größte Dichte befindet sich im Bereich des Kopfes und des Gesichtes, im oberen Brustbereich und in der Schweißrinne des Rückens.
Die Desinfektion talgdrüsenreicher Hautregionen benötigt längere Einwirkungszeiten als die Desinfektion talgdrüsenarmer Bereiche, da hier die Keimzahl wesentlich höher ist und die residenten Mikroorganismen überwiegen. Sie benötigt vor allen Eingriffen eine Einwirkzeit von mindestens 2,5 Minuten (während der gesamten Zeit die Haut mit dem Präparat feucht halten).
Bei talgdrüsenarmer Haut sollte die Einwirkzeit vor Injektionen und Punktionen mindestens 15 Sekunden, vor Punktionen von Gelenken, Körperhöhlen und Hohlorganen sowie vor Operationen mindestens 1 Minute, betragen.

Hajovital bietet Ihnen in der Kategorie Hautdesinfektion eine große Auswahl an Hautdesinfektionsmitteln für verschiedene Anwendungen. Ob für die präoperative Hautantiseptik oder die Hautdesinfektion vor einer Impfung - hier finden Sie das passende Hautdesinfektionsmittel für jeden Bedarf.

Weitere Hautdesinfektionsmittel und Anwendungsinformationen zur Haut- und Händedesinfektion erhalten Sie auf Anfrage, wir informieren Sie gerne persönlich zu allen Fragen im Bereich Desinfektion, Reinigung und Pflege.
Am Ende der Produktbeschreibung der jeweiligen Händedesinfektionsmittel halten wir für Sie zu jedem Produkt weiterführende Herstellerhinweise sowie Produkt- und Sicherheitsdatenblätter zum Download bereit. Beachten Sie auch unsere allgemeinen Anwendungsempfehlungen für Desinfektionsmittel.




Anatomie der Haut

Die Haut erfüllt wichtige Funktionen:

  • Sie schützt die Gewebe gegen chemische oder physikalische und insbesondere mechanische Schädigungen sowie gegen das Eindringen von Mikroorganismen.
  • Sie verhindert eine zu starke Austrocknung, lässt anderseits aber eine gewisse physiologische Wasserverdunstung zu (Perspiratio insensibilis).
  • Sie wirkt als Wärmeregulator durch Verengung oder Erweiterung der Hautgefäße sowie durch Verdunstung des Schweißes.
  • Sie unterstützt die Nierentätigkeit in geringem Umfang durch die Schweißsekretion.
  • Sie vermittelt als Sinnesorgan durch ihre zahlreichen Rezeptoren Druck-, Temperatur- und Schmerzreize.


Aufbau der Haut

Die äußere Haut (Cutis) gliedert sich in drei Hauptschichten:

  1. Die Epidermis oder „Oberhaut“ gehört zu den Epithelgeweben und ist ein mehrschichtiges verhornendes Plattenepithel, das üblicherweise zwischen 0,03 und 0,05 Millimeter - an den Handinnenflächen und den Fußsohlen auch bis zu mehrere Millimeter - dick ist. Der physiologische pH-Wert der Haut liegt bei 5,5.

    Von außen nach innen können folgende Schichten unterschieden werden:

    • Hornschicht (Stratum corneum): Die Hornschicht besteht aus abgeplatteten vollständig verhornten, kernlosen Zellen, die sich an der Oberfläche ständig in Form kleiner Schüppchen ablösen. Ein Mensch verliert pro Stunde ca. 1,5 Millionen Hautschuppen. Das Stratum corneum stellt das Barriere- und Speichersystem der Haut dar.
    • Glanzschicht (Stratum lucidum): Die Glanzschicht besteht aus stark lichtbrechenden Zellen.
    • Körnerschicht (Stratum granulosum): Die Körnerschicht umfasst zwei bis fünf Lagen flacher Zellen mit kleinen Zellkernen. Hier befinden sich epidermale Lipide, die für die Barriere-Funktion der Epidermis verantwortlich sind.
    • Stachelzellschicht (Stratum spinosum): Hier befinden sich vier bis acht Schichten polygonaler Zellen, die für die Verfestigung des Zellverbandes verantwortlich sind.
    • Basalschicht (Stratum basale): Die Basalschicht besteht aus einer Schicht zylindrischer Zellen, die das Epithel mit der Lederhaut verbinden.
  2. Die darunterliegende Lederhaut (Dermis oder Corium) besteht vorwiegend aus Bindegewebsfasern und dient der Ernährung und Verankerung der Epidermis. Hier versorgt das fein kapillarisierte Blutgefäßsystem die Grenzzone zur Epidermis. Der Ursprung der Talg- und Schweißdrüsen findet sich in der unteren Lederhaut. Diese enthält die für die Temperaturregelung wichtige glatte Muskulatur und Blutgefäße.

    Die Dermis wird wiederum in zwei Schichten unterteilt:

    • Papillenschicht, Zapfenschicht (Stratum papillare): reich an feinen Fibrillen sowie an Zellen und Kapillaren. In den Papillen findet man ferner Nervenfasern.
    • Netzschicht (Stratum reticulare): Die Netzschicht besteht aus kräftigen miteinander verflochtenen Kollagenfaserbündeln. Zwischen diesen liegen, ebenfalls netzartig verknüpfte, elastische Fasern, welche die Elastizität der Haut gewährleisten, sowie Fibroblasten.
  3. Die Unterhaut (Subcutis) bildet die Unterlage für die darüber liegenden Hautschichten und enthält die größeren Blutgefäße und Nerven für die oberen Hautschichten. Das hier befindliche subkutane Fett dient als Kälteschutz und Energiespeicher lockeres Bindegewebes sowie Sinneszellen für starke Druckreize.


Hautanhangsgebilde

Zu den sogenannten Hautanhangsgebilden der Haut gehören Haare mit ihren Talgdrüsen und dem Haarbalgmuskel (Musculus arrector pili), Nägel und Schweißdrüsen. Auch Zähne, Hörner und andere Gebilde werden von der Haut gebildet. Nicht zuletzt ist auch die Milchdrüse eine modifizierte Hautdrüse.



Oberflächenstruktur der Haut

Betrachtet man die Haut genauer, so wird ein feines Relief sichtbar. Nach diesem wird die Haut in zwei Typen unterschieden:

  • Die Leistenhaut tritt an den Fingern, der Handinnenseite und der Fußsohle auf. Die Epidermis zeigt hier feine Papillarlinien (Hautleisten), die dadurch entstehen, weil sich die Lederhautpapillen in Längsreihen anordnen. Die Hautleisten bilden ein individuelles Muster aus verschiedenen geometrischen Figuren, die für jedes Individuum unterschiedlich sind (Fingerabdruck).
  • Bei der Felderhaut zeigt die Oberfläche durch feine Furchen abgegrenzte rautenförmige Felder (areolae cutaneae). Die Furchen entstehen an den papillenfreien Epidermisbereichen und verstreichen bei stärkerer Hautspannung. Sie dienen als Reservefalten, da die Oberhaut weniger dehnungsfähig ist als die Lederhaut. Die Größe der Hautfelder variiert je nach Körperregion.